Beschreibung
Die Fortschritte der Hirnforschung scheinen den endgültigen Beweis dafür zu liefern, dass auch menschliche Willensbildungsprozesse naturgesetzlich determiniert und Willensfreiheit eine Illusion ist. Gravierende Konsequenzen für das Verständnis unserer selbst und unserer Handlungen, aber auch für unser Rechtssystem, wären die Folge. Michael Pauen zeigt, dass diese Befürchtungen auf einem Missverständnis darüber beruhen, was es heißt, frei zu handeln. Freiheit schließt Determination keineswegs aus; sie muss nicht nur von Zwang, sondern auch von Zufall unterschieden werden. Die entscheidende Differenz besteht darin, dass eine freie Handlung einer Person zugeschrieben werden kann. Entscheidend ist nicht, ob eine Handlung determiniert ist. Entscheidend ist vielmehr, wodurch sie bestimmt wird: Wird sie durch die Person selbst bestimmt, dann ist sie selbstbestimmt und damit frei. Diese Konzeption von Freiheit entspricht nicht nur wesentlichen Intuitionen, sondern steht auch im Einklang mit den wichtigsten neueren Erkenntnissen der Hirnforschung. Außerdem bietet sie wichtige Ansatzpunkte für eine genauere Klärung von Schuld und Verantwortung im juristischen Sinne.
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Autorenportrait
Michael Pauen, Jahrgang 1956, ist Professor für Philosophie an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Philosophie des Geistes, zum Verhältnis von Neurowissenschaften und Philosophie sowie zu den anthropologischen Konsequenzen der Hirnforschung. Im Fischer Taschenbuch Verlag liegt vor: "Einführung in die Philosophie des Geistes".